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Aortendissektion

Bei der Aortendissektion kommt es zu einem lokalisierten, inneren Einriss der Innenschicht der Hauptschlagader, diese führt zu einer fortschreitenden Aufspaltung der Gefäßwand. Der blutgefüllte Raum zwischen den Wandschichten wird zum „falschen Lumen".

Hinsichtlich der Lokalisation des Einrisses und der Ausdehnung der Dissektion in der Aorta werden Dissektionen unterschieden nach der Stanford-Klassifikation (Typ A und B).
Männer sind häufiger betroffen als Frauen (Ratio 5:1) Findet die Typ A Dissektion ihren Häufigkeitsgipfel im 5. bis 6. Lebensjahrzehnt, so verschiebt sich der Altersgipfel bei der Typ B Dissektion um zehn Jahre. Bei 60 - 80 Prozent der Patienten findet sich ein deutlich zu hoher Blutdruck.

Im Vordergrund der Symptome der akuten Dissektion steht der Schmerz (>90 Prozent), mit zumeist abruptem Beginn (in 85 Prozent). Die Lokalisation des Brustschmerzes wird bevorzugt vorne bei Typ A Dissektion, hinten bei Typ B Dissektion angegeben.

Die kontrastmittelverstärkte Computertomographie stellt die geeignete Untersuchungstechnik dar. Vorteile der CT bestehen in der weit verbreiteten unmittelbaren Verfügbarkeit und der geringen Invasivität.

Die akute Typ B Dissektion bedarf der akuten Therapie bei Gefahr für ein Platzen der Aorta und die Minderdurchblutung von Beinen, Darm und Nieren. Diese Komplikationen der Aortendissektion treten in 25 bis 40 Prozent der Patienten auf.
Da die operative Beseitigung dieser Komplikationen von einer hohen operativen Sterblichkeit gekennzeichnet sind (20 bis 80 Prozent), sind minimal-invasive Methoden zu bevorzugen.

Die therapeutische Rationale für eine Stent-Behandlung besteht im Verschluss des falschen Lumens und der Wiederherstellung der anatomischen Integrität der Aorta.
Im Rahmen einer internationalen Studie untersuchen wir die endovaskuläre Behandlung auch der Patienten, die keine Komplikationen in der akuten Phase der Dissektion erlitten haben und lediglich durch Kontrolle des Blutdrucks behandelt würden.

Es besteht die Notwendigkeit der regelmäßigen Kontrolluntersuchungen der Patienten mit aortalen Dissektionen. Neben der kontrollierten Blutdruckeinstellung auf Werte unter 135/80 mm Hg, bevorzugt mittels Betablocker, sollten regelmäßig Computertomographien durchgeführt werden.