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Bauchaortenaneurysma

Das Bauchaortenaneurysma ist eine Ausbuchtung der Hauptschlagaderwand bedingt durch eine Schwäche einiger Bindegewebeteile der Wand. Damit besteht die Gefahr des Platzens der Ausbuchtung mit schweren inneren Blutungen, die in fast 90 Prozent der Fälle zum Tod führen. Aus diesem Grunde sollte man das Aneurysma rechtzeitig beseitigen, um das Risiko für die Ruptur zu verhindern. Es gibt leider keine Medikamente, die den Krankheitsprozess aufhalten können, nichtsdestotrotz sollten die vaskulären Risikofaktoren behandelt werden. Hoher Blutdruck sollte eingestellt werden, ein Blutplättchenhemmer (ASS, Aspirin, Plavix oder Iscover) sollte eingenommen werden sowie in den meisten Fällen auch Statine. Das Rauchen muss unbedingt eingestellt werden. Der normale Bauchaortadurchmesser liegt bei etwa 12-24 mm, und ab einer Größe von 30 mm spricht man von einem Aneurysma. Bei normalkonfigurierten Aneurysmen ist eine Operation oder interventionelle Unterstützung ab 50 mm notwendig.

Die offene Operation, die seit über 50 Jahren angewandt wird, bedeutet eine Ausschaltung des Druckes der Aneurysmawand mittels einer Kunststoffprothese, die als eine neue Innenwand eingenäht wird.

Die Ergebnisse so einer Operation sind gut und vorhersehbar, aber da es eine große Operation ist, gibt es einige Nebenwirkungen, die man gerne vermeiden würde. Seit etwa 15 Jahren wenden wir als Alternative die endovaskuläre Ausschaltung des Aneurysmas (EVAR) an. Diese minimalinvasive Methode ist weniger belastend für das Herz und den Körper, das bedeutet, dass der Patient am gleichen Tag essen und trinken und manchmal auch aufstehen kann. Der Krankenhausaufenthalt dauert meist nur wenige Tage. Die Kontrolluntersuchungen sind ein wenig aufwändiger als nach der offenen Operation. Die Langzeitergebnisse bis zu fünf Jahren sind gleich.

Bei der EVAR Methode wird wie in den Bildern geschildert, die Prothese eingeführt, freigesetzt und verankert.

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