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Schlaganfall

Stenosen der Arteria carotis interna

In Deutschland werden jährlich etwa 150.000 Patienten wegen eines Schlaganfalles stationär behandelt. Die Prävalenz von höhergradigen Carotisstenosen bei der älteren Bevölkerung liegt bei etwa drei Prozent.

Nach heutigen Erkenntnissen ist ein Schlaganfall in bis zu 60 Prozent durch atherosklerotische Veränderungen der extrakraniellen Hirngefäße bedingt. 40 Prozent der Schlaganfälle verlaufen tödlich. Diese Erkrankung steht damit in der Statistik der Häufigkeit der Todesursachen an dritter Stelle.

Patienten mit ausgeprägten atherosklerotischen Veränderungen der hirnversorgenden Halsschlagadern weisen ein hohes Risiko für ischämische Schlaganfälle auf. Durch zwei große Studien (NASCET, ECST) konnte die Überlegenheit der operativen Behandlung symptomatischer Stenosen der Arteria carotis interna (ACI) und der Karotisgabel im Vergleich zur medikamentösen Therapie nachgewiesen werden. Im asymptomatischen Stadium I wird ein Vorteil der Operation für die Patienten nur bei hochgradigen Stenosen (mehr als 70 Prozent) und bei sehr niedriger Komplikationsrate pro Zentrum erreicht. Eine klare Indikation ergibt sich im Stadium II (transitorische ischämische Attacke) bei hochgradiger Stenose. Konservativ behandelt ergibt sich als Ergebnis der NASCET-Studie eine Apoplexierate von 26 Prozent und in der operierten Gruppe von neun Prozent nach zwei Jahren, das heißt, es erfolgt eine Absenkung des relativen Risikos um 65 Prozent.

Alternativ kann die Arterie über einen Ballonkatheter unter örtlicher Betäubung aufgedehnt und mit einem Stent geschützt werden. Angesichts der aktuellen Studienlage scheint die offene Operation hinsichtlich Schlaganfallrate und Restenose überlegen zu sein.