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AG Kuhn-Regnier

Portrait Dr. Kuhn Régnier

 

Die Arbeitsgruppe um PD Dr. Ferdinand Kuhn-Régnier beschäftigt sich zur Zeit mit klinischen Fragestellungen bezüglich der Mitralklappenrekonstruktion. Maßgeblich an dem Projekt sind Herr Dr. med. Parwis Rahmanian und Herr Hamid Naraghi beteiligt.

 

 


Zusammenfassung:

Angesicht einer alternden Gesellschaft werden klappenchirurgische Eingriffe einer der Hauptaufgaben des zukünftigen Herzchirurgen darstellen. Nach Aortenklappenerkrankungen stellen die Mitralklappenvitien die nächst größere Erkrankungsgruppe dar. Mit dem suffizienten Einsatz der Antibiotika sind die rheumatischen Erkrankungen der Mitralklappe, die in erster Linie zu einer Stenose der Mitralklappe geführt haben, in den Industrienationen fast komplett verschwunden. Aktuell ist die Mitralklappeninsuffizienz die Haupterkrankung an der Mitralklappe.

Die Mitralklappe bildet mit der linken Kammer des Herzens eine funktionelle Einheit. Im Gegensatz zu den Aortenklappenersatz-Operationen führt der prothetische Ersatz der Mitralklappe in der Regel zu einer Reduktion der linksventrikulären Pumpfunktion. Aus diesem Grund sind in den letzten Dekaden eine Reihe klappenerhaltende Operationen entwickelt worden, die was Überleben und Lebensqualität der Patienten betreffen, dem prothetischen Ersatz der Mitralklappe absolut überlegen sind. Aktuell stellt die Mitralklappenrekonstruktion die Schlüsselrolle in der Mitralklappenchirurgie dar. Hierzu stehen uns heute zahlreiche Annuloplastie-Ringe zur Verfügung, die ein Downsizing des dilatierten Klappenannulus und eine Stabilität des Klappenannulus bewirken. Diese Annulusringe werden als geschlossen, halbgeschlossen, starr oder flexibel angeboten.

In unserer Klinik werden sowohl geschlossene flexible Ringe als auch geschlossene starre Ringe eingesetzt. Es gibt eine weltweite kontroverse Diskussion darüber, welche dieser Ringtypen mehr Benefit für den Patienten bringt. Aus diesem Grund führen wir seit 2008 eine klinische Studie durch, die genau dieser Fragestellung nachgehen soll. Dazu werden die klappenrekonstruktiven Ergebnisse echokardiographisch regelmäßig untersucht. In einer ersten Zwischenbilanz konnten wir keinen signifikanten Unterschied der Ergebnisse beider Ringtypen nachweisen. Fest steht, dass alle Patienten vom Einsatz der Annuloplastie-Ringe profitiert haben. Wir hoffen, dass durch eine regelmäßige Nachuntersuchung unserer Patienten, weitere Erkenntnisse gewonnen werden können.

 

 

Kontakt:
PD Dr. Ferdinand Kuhn-Régnier
Oberarzt
Herz- und Thoraxchirurgie
Uniklinik Köln
Herzzentrum
Kerpenerstr. 62
50937 Köln
Tel.: 0221-478-32437
0221-478-32405
Fax.: 0221-478-32648
Hausfunk: 25-1325
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