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AG Wippermann

Dr. Jans Wippermann

 

Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Wippermann beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer und innovativer kleinkalibriger Gefäßersätze

 

 

 

 

Projekt

Großtierexperimentelle Untersuchung zur Evaluierung von bakteriell synthetisierter Nanocellulose als Biomaterial für den schmalkalibrigen Gefäßersatz

Prinicipal Investigator:

Prof. Dr. med. Jens Wippermann

 

Kooperation:

Institut für Experimentelle Medizin

 

Kurzzusammenfassung:

Jährlich werden allein in Deutschland und den USA bei etwa 600.000 Bypass-Eingriffen mehr als 2 Mio. Koronaranastomosen unter Ersatz schmalkalibriger Gefäße (< 6 mm) durchgeführt. Das Standardgefäß zur Revaskularisation verengter Herzkranzgefäße ist nach wie vor die autologe Vena saphena, die aber nicht uneingeschränkt zur Verfügung steht. Kunststoffprothesen aus Teflon® und Dacron® sowie vaskuläre Produkte des tissue engineering können aufgrund deutlicher Thrombogenität, unzureichender mechanischer Belastbarkeit und verminderter Compliance bisher nicht für den kleinkalibrigen Gefäßersatz verwendet werden.
Ziel dieses Vorhabens ist es, Cellulose als wichtigstes strukturbildendes Naturpolymer als Matrixmaterial für den schmalkalibrigen Gefäßersatz zu entwickeln sowie im Hochdrucksystem (Schaf) zu untersuchen und zu evaluieren. Als Celluloserohstoff kommt aufgrund des in ausführlichen Voruntersuchungen herausgearbeiteten Alleinstellungsmerkmals bakterielle Nanocellulose (BNC) zum Einsatz. Entsprechend dem Arbeitsplan werden biotechnologisch Hohlzylinder mit einer Länge von mindestens 10 cm aus BNC hergestellt, umfassend charakterisiert und für das Großtierexperiment bereitgestellt. Verhalten sich die BNC-Implantate erwartungsgemäß, könnten davon nach einer Übertragung in die Klinik in Deutschland jährlich etwa 10.000 Koronarpatienten profitieren.