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Klinische Forschung

Wittwer/Choi/Zeriouh/Weinbach

Zirkulierende Endothelzellen als innovativer Marker der myokardialen Endothelschädigung im Vergleich zweier operativer Verfahren zur Myokardrevaskularisation: OBCAB (Off-Pump-Coronary Artery-Bypass) versus Mini-HLM (ROCSafe®, Terumo Deutschland GmbH)

Innovative aktuell etablierte Techniken für koronarchirurgische Eingriffe umfassen mit dem sogenannten OBCAB(Off-Pump-Coronary Artery-Bypass)-Verfahren entweder ein operatives Vorgehen ohne die Verwendung der Herz-Lungen-Maschine (HLM), oder es wird zunehmend der Einsatz einer Mini-HLM (zum Beispiel ROCSafe®, Terumo Deutschland GmbH) propagiert, bei der aufgrund der deutlich reduzierten Fremdoberflächen sowie des erheblich reduzierten Priming-Volumens des extrakorporalen Kreislaufs von einer geringeren perioperativen Morbidität im Vergleich zum Standard-Verfahren mit einer herkömmlichen HLM ausgegangen werden kann. Insgesamt werden darüber hinaus weiterhin chirurgisch-anästhesiologische Strategien zur Verminderung der kardialen Schädigung im Rahmen von koronarchirurgischen Verfahren sowie insbesondere der extrakorporalen Zirkulation an sich kontinuierlich optimiert. Wesentlich für diese zukünftigen Optimierungsansätze sind jedoch zuverlässige Marker, anhand derer verschiedene innovative Therapieansätze gemessen werden können.

Zirkulierende Endothelzellen, die normalerweise nicht bzw. in nur verschwindend geringer Anzahl im Blut nachgewiesen werden können, stellen einen sehr sensitiven Marker für eine unspezifische Gewebsschädigung dar, die sowohl durch eine unzureichende Myokardprotektion, erhöhtes perioperatives koronarchirurgisches Trauma beziehungsweise durch den daraus resultierenden ischämischen Gewebsschaden sowie den daraus folgenden Komplikationen verursacht werden können.
In dem hier vorgestellten Projekt soll international erstmalig sowohl qualitativ als auch quantitativ der Einfluss zweier klinisch etablierter innovativer operativer Verfahren der Myokardrevaskularisation auf die Freisetzung von zirkulierenden Endothelzellen untersucht werden. Zuvor soll durch Korrelation dieser neuen Daten mit Standardvariablen der myokardialen Schädigung im Sinne der diagnostischen Prüfung der diagnostische Wert dieser zirkulierenden Endothelzellen bezüglich der Beurteilung einer Myokardschädigung evaluiert werden, um in zukünftigen weiterführenden Studien gegebenenfalls einen neuen sensitiven Parameter der Myokardschädigung ins klinische Armamentarium überführen zu können.


Rahmanian/Naraghi/Kuhn-Regnier/Wahlers

Projekt: Mitralklappendatenbank

Da Mitralklappenvitien auf Boden vielfältiger Pathomorphologien entstehen und Mitralklappenrekonstruktionen mit einer Vielzahl von Techniken durchgeführt werden, ist eine Analyse des operativen Outcome von großer Bedeutung. Daher wird an der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie der Universitätsklinik Köln eine elektronische Mitralklappendatenbank geführt, die alle operativen Eingriffe an der Mitralklappe erfasst. Hierin werden prospektiv präoperative Daten, operative Techniken und Outcome-Informationen gesammelt und für Qualitätssicherungs- und wissenschaftliche Zwecken analysiert.


Kuhn-Régnier/Naraghi

Vergleich zweier Mitralklappenanuloplastieringe in Bezug auf das kurz- und mittelfristige rekonstruktive Ergebnis

Gegenstand der Studie ist die vergleichende Untersuchung unterschiedlicher Mitralklappenringe (Medtronic Duran Ring gegenüber Edwards Lifesciences Physio) im Langzeitverlauf, die im Rahmen der Mitralklappenrekonstruktion eingesetzt werden. Im Rahmen dieser Studie soll geklärt werden, inwieweit sich ein Unterschied zwischen der Verwendung eines geschlossenen flexiblen und eines geschlossenen starren Mitralklappenringes im peri- und postoperativen Verlauf demonstrieren lässt. Hierbei werden in regelmäßigen Abständen echokardiographische, aber auch klinische Daten erhoben und statistisch aufgearbeitet.


Liakopoulos/Choi/Kuhn/Wahlers

Einfluss der präoperativen Statintherapie auf die Inzidenz von kardiovaskulären Komplikationen in der Herzchirurgie

Zur Untersuchung der Fragestellung, ob eine präoperative Therapie mit Statinen einen Einfluss auf den postoperativen Verlauf nach Herzoperation hat, werden von uns in der bis dato umfangreichsten Meta-Analyse die Daten von über 30.000 herzchirurgischen Patienten untersucht. In kürzlich veröffentlichten Übersichtsarbeiten konnten wir eine hochsignifikante Reduktion für den Endpunkt Mortalität, Schlaganfall und Ausbildung von postoperativem Vorhofflimmern bei Patienten mit präoperativer Statinmedikation zeigen. Aufgrund dieser Studien ist die vorher kontrovers in der Literatur diskutierte klinische Evidenz für eine intensivierte präoperative Statintherapie bei herzchirurgischen Patienten nunmehr gegeben.


Madershahian/Wahlers/Lackner/Krug (Radiologie)

Früherkennung der koronaren Herzkrankheit (KHK) mittels MR-Tomographischer Bestimmung der Wanddicke und Wandbeschaffenheit

Diagnostische Bildgebungsverfahren zur Evaluation des Status der Herzkranzgefäße basieren in der Regel auf Röntgenstrahlen, so dass sie aufgrund der Strahlenbelastung nicht zu Screening-Untersuchungen herangezogen werden können. Die MR-Tomographie, die in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung durchgemacht hat, stellt eine diagnostische Alternative ohne Strahlenbelastung dar. Das vorgestellte Projekt befasst sich mit der Detektionssensitivität der beginnenden Herzkranzarterienverkalkung mittels MRT.


Madershahian/Wahlers

Klinische Schrittmacher-Studie: Beluga

Diese klinische Studie soll untersuchen, inwieweit die AV-Suchhysterese zur Reduktion unnötiger rechtsventrikulärer Stimulation beiträgt und in welchem Maß automatische Therapie- und Diagnostikfunktionen in der täglichen Praxis zum Nutzen von Patient und Arzt eingesetzt werden können.


Choi/Madershahian

Minimal-invasive Venenentnahme

Im Rahmen der koronaren Bypasschirurgie wird in nahezu 100 Prozent der Fälle ein Teil der oberflächlichen Beinvene als Bypassmaterial verwendet. Zur Gewinnung der Beinvene sind minimal-invasive Verfahren immer stärker im Vormarsch. Die hier vorgestellte Studie befasst sich mit der Analyse des Auftretens von Wundheilungskomplikationen speziell bei Patienten mit signifikant erhöhtem Risiko für Wundheilungsstörungen nach minimal-invasiver Venenentnahme gegenüber offener Venenentnahme.


Haldenwang/Strauch/Mihaylova/Wippermann/Wahlers

Vorhofablation – Die chirurgische Therapie des Vorhofflimmerns

Das Vorhofflimmern (VHF) stellt die häufigste Herzrhythmusstörung der westlichen Welt dar. Es handelt sich dabei um eine supraventrikuläre Tachykardie die durch unkoordinierte Vorhofaktivität zu einer Verschlechterung der mechanischen Vorhoffunktion führt. Hauptrisiken der nicht therapierten Erkrankung sind Schlaganfall beziehungsweise thrombembolische Komplikationen aufgrund der atrialen Thrombenbildung. Neben der medikamentösen antiarrhythmischen Therapie stellt die chirurgische Vorhofablation ein relativ neues, inzwischen jedoch etabliertes Verfahren der Rhythmuskonversion dar. Ziel unserer klinischen Forschungsarbeit ist es, in einer prospektiven Langzeitstudie die Erfolgsrate der unterschiedlichen Ablationsmethoden zu evaluieren.