Patienteninfos mit Video

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Kathetergestützter Aortenklappenersatz

Seit einigen Jahren wird den Risikopatienten im fortgeschrittenem Lebensalter (älter als 75 Jahre) mit schwerer Aortenklappenstenose, bei denen eine konventionelle Aortenklappenoperation aufgrund eines erhöhten Komplikations- oder Sterblichkeitsrisikos abgelehnt wird, ein Aortenklappenersatz mit Hilfe neuartiger Kathetertechnik angeboten. Damit gibt es für Menschen, bei denen eine offene Herzoperation zu riskant ist, eine alternative Therapieform. Es handelt sich hierbei um ein katheterbasiertes Verfahren, das in einem Operationssaal mit hochqualitativer Durchleuchtungsanlage (Hybrid-OP) als interdisziplinärer Therapieansatz zwischen Herzchirurg, Kardiologe und Anästhesist durchgeführt wird.

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Panorama Ansicht des Hybrid-Operationssaals

Mit der kathetergestützten Aortenklappenimplantation (TAVI) sind multidisziplinäre Herzteams in der Lage, die Aortenklappe minimalinvasiv und ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine am schlagenden Herzen zu ersetzen.

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A: Das Herzteam bei der kathetergestützten Aortenklappenimplantation im Hybrid-OP
B: Transfemorale Implantation einer Aortenklappenprothese (Zeitraffervideo)

 Core Valve Video heartnavigator.jpg

A: Transaortale Implantation einer Core Valve Aortenklappenprothese
B: Heart Navigator basierte transkatheter Implantation einer Aortenklappenprothese

Das Team


Herzchirurgie Kardiologie
Portrait Prof. Wahlers baldus_stephan.jpg
Univ.-Prof. Dr. Th. Wahlers Univ.-Prof. Dr. S. Baldus
Portrait Priv.-Doz. Dr. Madershahian Portrair Prof. Müller Ehmsen
Priv.-Doz. Dr. N. Mader Prof. Dr. S. Rosenkranz
Porträt Dr. med. Maximilian Scherner rudolph_tanja.jpg
Prof. Dr. Y.-H. Choi Priv.-Doz. Dr. T. Rudolph
Porträt Dr. med. Maximilian Scherner
Dr. M. Scherner
Porträt Dr. med. Maximilian Scherner
Dr. E. Kuhn
Die Leiter des TAVI-Team des Herzzentrums der Uniklinik Köln
Univ.-Prof. Dr Stephan Baldus (links),Univ.-Prof. Dr. Thorsten Wahlers (rechts)
TAVI-Team.jpg
Das interdiziplinäres TAVI-Team des Herzzentrums der Uniklinik Köln
Von links nach rechts: Priv.-Doz. Dr. Navid Mader, Dr. Elmar Kuhn, Univ.-Prof. Dr. Thorsten Wahlers, Prof. Dr. Stephan Rosenkranz, Prof. Dr. Yeong-Hoon Choi,Priv.-Doz. Dr. Tanja Rudolph, Univ.-Prof. Dr Stephan Baldus,Dr. Maximilian Scherner

Die Methode


Nach Narkoseeinleitung und Lagerung des Patienten erfolgt die Darstellung der Aortenwurzel (Klappenebene) unter Kontrastmittelgabe via einen über ein Leistengefäß eingebrachten Katheter. In einem weiteren Schritt wird entweder über eine Leistenarterie (transfemoraler Zugang) oder über die Herzspitze (transapikaler Zugang) durch einen fünf bis sechs cm langen Schnitt zwischen den Rippen ein Ballon-Katheter in die verkalkte Aortenklappe vor geschoben und diese gesprengt.

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transapikaler Zugang

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transfemoraler Zugang

 

Die neue auf einem Ballon-Katheter gefaltete biologische Aortenklappe wird anschließend über den gleichen Zugang röntgen- und ultraschallgesteuert in Aortenposition gebracht und schließlich entfaltet.

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A: Gefaltete TAVI-Klappe vor Einführung über die Herzspitze sowie nach Entfaltung
B:  Entfaltung der Klappe in Aortenposition unter Durchleuchtung

 

Die TAVI-Methode ist mit einem erhöhten perioperativen Risiko behaftet, stellt jedoch insbesondere für ältere, polymorbide Patienten mit bereits erfolgten herzchirurgischen Eingriffen die schonendere Behandlungsstrategie dar. Aus diesem Grunde führen wir im Herzzentrum der Uniklinik Köln eine genaue Indikationsprüfung vor anstehenden TAVI-Operationen durch.
Weitere Informationen zur katheterbasierten Aortenklappenimplantation finden Sie auch unter:

www.herztv.de

 

Aktuelle Voraussetzungen


Welche Patienten ?
  • Patienten mit deutlich fortgeschrittenem Alter
  • Patienten mit kardialen Voroperationen
  • Patienten mit reduzierter Herzpumpfunktion
  • Patient mit deutlich erhöhtem EuroSCORE
    (kalkulierte 30-Tage-Mortalität nach logistischem EuroSCORE größer als 18-20%)
  • Pat. mit Kontraindikationen für Verwendung der Herz-Lungen-Maschine
  • Pat. mit hochgradig eingeschränkter Lungenfunktion
Welche anatomischen Gegebenheiten ?
  • Aortenklappenringweite zwischen 19 -27 mm
  • Aortenklappe dreisegelig angelegt (trikuspid)
  • Abstand zwischen Koronarostien und Aortenanulus größer oder gleich 8mm
Welche Voruntersuchungen ?
  • Linksherzkatheteruntersuchung
  • Echokardiographie
  • ggfs. Computertomographie des Thorax und der Becken-Leistenetage

Veranstaltungen


Aufgrund unserer mehrjährigen und erfolgreichen Erfahrungen wurde unsere Klinik gemeinsam mit unseren kardiologischen Partnern am 21.10.2011 u.a. auch von der Firma Edwards als Exzellenzzentrum für die katheterbasierte Aortenklappenimplantation ausgezeichnet. Dies wurde im Rahmen einer Veranstaltung zusammen mit den ehemaligen Patienten gebührend gefeiert.

 

Vortrag 24.03.2012 in Vinzenz -TAVI-Herz-Team-.jpg

Das TAVI-Team Feierte die 250. Transkatheter-Aortenklappenimplantation