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Chest Pain Unit - Informationen für Ärzte
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Chest Pain Unit - Informationen für Ärzte

Anschrift:
Chest Pain Unit
Gebäude 8A
Uniklinik Köln
Kerpener Str. 62 50937 Köln
Telefon: 0221/ 478-87777
Telefax: 0221/ 478-86881


Konzept
Ziel einer Chest Pain Unit (CPU) ist die rasche und zielgerichtete Abklärung von neu aufgetretenem unklarem Thoraxschmerz. Insbesondere Patienten mit hohem Risiko profitieren von einer frühen und intesiven medikamentösen und invasiven Therapie, so dass die zeitnahe Identifikation von Hochrisikopatienten ein zentrales Element des Konzeptes Chest Pain Unit darstellt. Auf der anderen Seite leiden nur 15-30% der Patienten, die sich mit akutem Brustschmerz vorstellen unter einer ursächlichen myokardialen Ischämie. Das Erkennen und die möglichst frühzeitige Entlassung von Patienten bei denen keine bedrohliche Ursache der Brustschmerzen vorliegt bildet ein weiteres grundlegendes Standbein einer CPU.
Um diese Ziele einer optimalen Patientenversorgung zu erreichen erfolgt die Evaluation nach strengen vordefinierten Behandlungs- und Therapiepfaden entsprechend der aktuellen Richtlinien und Empfehlungen der Fachgesellschaften.
Solch ein Konzept ist mit einer verbesserten Prognose der Patienten, die sich mit akutem Koronarsyndrom vorstellen verbunden (vgl. Abbildung).

Chest Pain Unit - Prognose 

(nach Keller T et al., CRIC, 2010)


Wesentliche Standbeine der standardisierten Evaluation stellt eine serielle Blutentnahme mit sensitiver Troponinbestimmung vor Ort dar. Zeitpunkte der Abnahme sind direkt bei Präsentation, sowie nach 3 und 6 Stunden. Zu diesen Zeitpunkten erfolgte auch eine 12 Kanal EKG Registrierung, in der Zwischenzeit erfolgt eine kontinuierliches EKG-und Blutdruck-Monitoring.
Bei Auffälligkeiten im EKG oder positivem Troponinnachweis wird die Therapie einschließlich invasiver Behandlungsoptionen entsprechend angepasst. Zur weiteren diagnostischen Einordnung ist darüber hinaus bei jedem Patienten eine transthorakale echokardiographische Darstellung vorgesehen.
Im Falle eines nicht-diagnostischen EKGs und nicht wegweisender Echokardiographie sowie negativen seriellen Troponinnachweis erfolgt zum weiteren Ischämieausschluß eine Ergometrie direkt in der Chest Pain Unit. Abhängig von den so erhobenen Untersuchungsbefunden erfolgt die weitere Planung von ambulanter oder stationäre Diagnostik und Therapie oder auch die direkte Entlassung aus der CPU nach Hause.

 

Leitlinien
Die diagnostische und therapeutische Betreuung von Patienten mit Verdacht auf ein akutes Koronarsyndrom erfolgt in der Chest Pain Unit eng angelehnt an die entsprechenden aktuell gültigen Leitlinien und Empfehlungen der Fachgesellschaften. Beispielhaft sind hier zu nennen:
 

Chest Pain Unit:

ST-Hebungsinfarkt (STEMI):

Nicht-ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI) / instabile Angina pectoris (IAP):

Stabile Angina pectoris (AP):

Hypertensive Entgleisung:

Akute Lungenembolie:

Akutes Aortensyndrom:

 

Kardiogener Schock:

Reanimation: