Kardiologie

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Elektrokardioversion

Herzrhythmusstörungen, welche nicht von alleine wieder in den normalen Herzrhythmus umspringen, müssen medikamentös oder elektrisch konvertiert werden.  Vor allem Vorhofflimmern und Vorhofflattern können eine solche Kardioversion erforderlich machen. Dauert die Herzrhythmusstörung bereits länger als 48h an und ist keine ausreichende therapeutische Antikoagulation („Blutverdünnung“) erfolgt, so ist vor der Kardioversion eine transösophageale Echokardiographie (TEE = „Schluckecho“) erforderlich um sicherzustellen, dass sich keine Thromben („Blutgerinnsel“) im Herzen gebildet haben, welche einen Schlaganfall auslösen können. Diese Untersuchung erfolgt in Kurznarkose. In der selben Kurznarkose wird nach der TEE Untersuchung die Elektrokardioversion mittels eines kurzen Elektroschock durchgeführt, welcher das Herz wieder in den normalen Rhythmus versetzt. Dieser Schock wird aufgrund der Narkose vom Patienten nicht wahrgenommen. Während der Prozedur erfolgt eine permanente Überwachung der Vitalparameter (Herzrhythmus, Blutdruck, Sauerstoffsättigung). Eine Entlassung ist wenige Stunden nach Elektrokardioversion möglich, jedoch ist das Führen einen Kraftfahrzeuges am selben Tag nicht erlaubt.

Eine medikamentöse Kardioversion ist nur sinnvoll, wenn die Rhythmusstörung noch nicht länger als 48h anhält und kein Schluckecho erforderlich ist. Die Erfolgsrate liegt jedoch je nach Medikament kaum höher als 50%, daher wird ein Medikament bei geeigneten Patienten oft während der Wartezeit auf die elektrische Kardioversion verabreicht. Kommt es nicht zum Umspringen in den normalen Rhythmus, so kann dann zügig die Elektrokardioversion durchgeführt werden.

Die Erfolgsrate der Elektrokardioversion liegt bei annähernd 100%, jedoch ist ein Wiederauftreten teils kurz nach dem Elektroschock nicht ausgeschlossen. Da eine Kardioversion keine ursächliche Therapie ist, wird das weitere Vorgehen in Bezug auf die Rhythmusstörung im Rahmen der Elektrokardioversion mit dem Patienten besprochen und festgelegt, falls dies noch nicht in der Rhythmusambulanz (LINK) erfolgt ist.

Ansprechpartner:

Dr. Arian Sultan
Telefon: +49 221 478-32396 (Sekretariat Heidemarie Blömer)