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Spezialambulanz für primär elektrische Herzerkrankungen
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Spezialambulanz für primär elektrische Herzerkrankungen

Unter dem Begriff der primär elektrischen Herzerkrankungen werden seltene Erkrankungen zusammengefasst, bei denen die Elektrik des Herzens gestört ist. In den meisten Fällen dieser Erkrankungen treten Veränderungen bestimmter Ionenkanäle auf, die zu Herzrhythmusstörungen führen können. Zu diesen Erkrankungen gehören das long- und short-QT Syndrom, das Brugada Syndrom sowie die katecholamin-induzierte polymorphe VT und weitere seltene Syndrome.

Diese Erkrankungen haben gemeinsam, dass man in den meisten Fälle keine Veränderungen des Herzmuskels finden kann. Trotzdem treten bei diesen Patienten Rhythmusstörungen auf, die zu Ohnmachtsanfällen führen können und in einigen Fällen sogar das Leben der Patienten gefährden.

Die Diagnose dieser Erkrankungen ist häufig schwierig; in einigen Fällen kann das EKG helfen, die richtige Erkrankung zu erkennen, in anderen Fällen, wie zum Beispiel beim Brugada Syndrom sind medikamentöse Test erforderlich, um spezifische EKG Veränderungen zu demaskieren.

Gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern der Uniklinik Köln wollen wir daran arbeiten, die grundlegenden Mechanismen dieser Kanalerkrankungen besser zu verstehen.

In jedem Fall ist die Entscheidung für die weiteren Maßnahmen bei den einzelnen Betroffenen nicht immer einfach zu fällen. Gerade im Hinblick auf die Vermeidung des plötzlichen Herztodes ist ein sorgfältiges Abwägen zwischen Risiko und Schutz des Patienten erforderlich. Hier spielen darüber hinaus auch genetische Tests eine Rolle, um ein mögliches Risiko für die Angehörigen dieser Patienten genau einschätzen zu können.

Die Experten am Herzzentrum stehen hier zur Verfügung, um mit den Patienten im Einzelfall die beste Strategie festzulegen.

Ansprechpartner

Dr. med. Jakob Lüker,
Telefon: +49 221 478-32396 (Sekretariat Heidemarie Blömer)