Kardiologie

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Medikamentöse Differentialtherapie

Eine umfassende Diagnostik bei Patienten mit schwer einstellbarem Bluthochdruck liefert wichtige Informationen für die Risikostratifizierung, für differentialtherapeutische Überlegungen und eine individuelle Therapiesteuerung. So erlaubt z.B. die Pulswellenanalyse neben einer Bewertung der zentralen und peripheren Gefäßsteifigkeit auch die Quantifizierung der reflektierten Pulswelle. Vor allem für RAAS-Hemmer (AT1-Blocker, ACE-Hemmer und Aldosteronantagonisten) und Kalziumantagonisten vom Nifedipintyp wurde gezeigt, dass diese bei langfristigem Einsatz zu stukturellen Veränderungen der Gefäßwand führen und so die Gefäßsteifigkeit günstig beeinflussen können. Andere nicht-medikamentöse Maßnahmen, die einen ähnlichen Einfluss auf die Gefäßsteifigkeit haben, umfassen Kochsalzrestriktion, körperliches Training und Nichtrauchen. Vasoaktive Medikamente führen zudem über die Relaxation der mittelgroßen und kleinen Arterien zu einer Reduktion der Pulswellenreflexionen. So führen RAAS-Hemmer und Kalziumantagonisten zu einer deutlicheren Senkung des aortalen Blutdrucks im Vergleich zu  Beta-Blockern oder Diuretika bei vergleichbarer Senkung des peripheren Blutdrucks. Eine solche Unterscheidung ist von prognostischer Bedeutung.

Zum Schutz vor Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems ist neben der Blutdruckeinstellung auch der Einfluss verschiedener Medikamente auf andere Risikofaktoren, wie Zuckerkrankheit, den Fettstoffwechsel oder auch den Salzhaushalt im Körper von Bedeutung. Auch diese Faktoren müssen bei der Anpassung einer individuellen Therapie berücksichtigt werden.

 

Ansprechpartner: 
Prof. Dr. med. Hannes Reuter ()
Priv.-Doz. Dr.  med. Marcel Halbach ()

Herzzentrum der Universität zu Köln
Klinik III für Innere Medizin
Kerpener Str. 62
50937 Köln

Sekretariat:
Frau S. Declair
Telefon       0221 - 478 32401
Fax            0221 - 478 32400