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Renale Sympathikusdenervation, nicht invasiv
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Renale Sympathikusdenervation, nicht invasiv

Der Überaktivität des sympathischen Nervensystems, vor allem der efferenten und afferenten renalen Sympathikusfasern, kommt bei der Entwicklung eines Bluthochdrucks und der Entstehung von Begleiterkrankungen eine entscheidende Bedeutung zu. Eine Methode zur Behandlung des schwer einstellbaren Bluthochdrucks, die renale Sympathikusdenervation, zielt daher auf die Verödung dieser Sympathikusfasern. Es gibt eine Reihe von Verfahren zur renalen Sympathikusdenervation, bei denen die Nerven über einen in die Nierenarterien eingeführten Katheter behandelt werden.

Im Gegensatz hierzu bietet das Surround-Sound® System die Möglichkeit, die Sympathikusnerven zu behandeln, ohne dass ein Katheter in den Körper eingeführt werden muss. Mit diesem System wird die Ultraschallenergie, die zur Verödung der Nervenfaser benötigt wird, außerhalb des Körpers erzeugt und durch die intakte Haut auf die Zielregion um die Nierenarterien herum fokussiert.

Im September 2014 wurden die Ergebnisse der Pilotstudie WAVE-III veröffentlicht. Dabei zeigte sich bei insgesamt 22 Studienpatienten 12 Wochen nach renaler Sympathikusdenervation eine signifikante Blutdrucksenkung von durchschnittlich 29,6 mmHg systolisch und 11,8 mmHg diastolisch.  Die Wirksamkeit dieser Behandlung soll nun auch in der kontrollierten WAVE-IV Studie bestätigt werden. In dieser Studie werden 132 Patienten 1:1 verblindet entweder der Therapie oder einer Scheinprozedur zugeführt. Das Universitäre Hypertoniezentrum Köln ist eines der ausgewählten Zentren, an denen die nichtinvasive renale Sympathikusdenervation mit den Surround-Sound® System im Rahmen der WAVE-IV Studie durchgeführt wird.

Kona Surround Sound System
Bildquelle: Fa. Kona Medical Inc., mit freundlicher Genehmigung

Geräteaufbau für die nicht invasive renale Sympathikuksdenervation (Surround Sound System, Kona Medical Inc.) Der Patient liegt hierbei auf einem speziell angefertigten Behandlungstisch. Der  Ultraschallkopf wird von hinten an die Nierenlager angelegt. Die Ablation der Sympathikusfasern um die Nierenarterie herum erfolgt mittels Hochfrequenz-Ultraschall (HiFu).

Kona Guided Therapy
Quelle: Fa. Kona Medical Inc., mit freundlicher Genehmigung

Ein kleinerer diagnostischer  Ultraschallkopf (rechts im Bild) lokalisiert die Nierenarterie über das Dopplersignal des Blutflusses und steuert die exakte Fokussierung des Hochfrequenz-Ultraschalls (HiFu), der von einem deutlich größeren Generator (links im Bild) erzeugt wird.

 

Ansprechpartner: 
Prof. Dr. med. Hannes Reuter ()
Priv.-Doz. Dr. med. Marcel Halbach ()

Herzzentrum der Uniklinik Köln
Klinik III für Innere Medizin
Kerpener Str. 62
50937 Köln

Sekretariat:
Frau S. Declair
Telefon: +49 221 478-32401
Telefax: +49 221 478-32400