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Endothelfunktion

Arbeitsgruppe: Koronare und periphere Endothelfunktion
kardiovaskuläre Prävention

Priv.-Doz. Dr. C. Zobel

Leistungen:

  • Plethysmographie
  • intrakoronare Endothelfunktion
  • Brachialis-Flow
  • intrakoronare Dopplerflußmessungen
  • Plaquedarstellung/Plaquemorphologie
  • Risikoprofilerstellung
  • Herz-Kreislauf Check-up
  • Monitoring von Ernährungsumstellung und Training
  • Rauchentwöhnungsprogramm

Anschrift:

Universität zu Köln
Herzzentrum
Erdgeschoss
Telefon: +49 221 478-32401
Telefax: +49 221 478-32400


Das Endothel bildet die Barriere zwischen Blut und den Organen. Es besteht aus einer dünnen Gefäßschicht und steuert viele Prozesse. Seit einiger Zeit weiß man, dass die Gefäße mit Hilfe dieser Gefäßinnenhaut (dem Endothel) in der Lage sind, autonom die Versorgung der Organe zu regulieren. Für die Entdeckung des dafür verantwortlichen “Botenstoffes”, NO oder Stickstoffmonoxid, früher EDRF, wurden Dr. Ignarro und Furchgott 1998 der Nobelpreis verliehen.

Bis heute sind immer neue Eigenschaften des Endothels entdeckt worden, eine der klinisch wichtigsten Beobachtungen ist jedoch die Tatsache, dass frühe Veränderungen der Gefäße, beginnende Atherosklerose, die Funktion des Endothels beeinträchtigen können, sogar bevor es zu gröberen Ablagerungen oder Folgeschäden wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder der Schaufensterkrankheit (periphere Verschlusskrankheit, pAVK) kommt.

Damit haben wir einen wichtigen Parameter zur Verfügung, um frühzeitig unsere Patienten über möglicherweise beginnende Gefäßschäden zu warnen und gemeinsam Konzepte (Ernährungsumstellung, Sportaktivität bis hin zur medikamentösen Therapie) zu erarbeiten, um bleibenden Schäden vorzubeugen.

Die Endothelfunktion lässt sich messen. Dies kann invasiv erfolgen, z. B. im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung (IVUS), aber auch nicht-invasiv, das heißt ohne Eingriff am Unterarm.

Die Klinik III hat für dieses wichtige Forschungsgebiet mehrere Maschinen zur Verfügung.

  • venöse Okklusionsplethysmographie; Hokanson
  • A. Brachialis Dopplersonographie, Flow-mediated Dilation, FMD
  • Lasertip-Perfusion
  • Itamar Endopat 2000

Mit Hilfe dieser Geräte ist es möglich, die Veränderungen direkt zu erfassen. Im Rahmen der Aktion Leichter Leben in Köln/Deutschland wurde bei über 200 übergewichtigen Probanden bereits eine Fehlfunktion an den Gefäßen festgestellt. Diese Vorform von Gefäßerkrankung konnte durch Bewegung, Ernährungsberatung und Gewichtsreduktion positiv beeinflusst werden. Das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wurde deutlich gesenkt. Die Studie fand deutschlandweit Beachtung, da es direkt den positiven Einfluss einfacher Maßnahmen auf die Gesundheit beweisen konnte.

Wir bieten im Rahmen von Forschungsprojekten ein Risiko-Screening an und unterstützen Sie ärztlicherseits bei der Reduktion Ihres kardiovaskulären Risikos. Wir haben bereits erfolgreich im Rahmen der Fortbildungsveranstaltungen der Klinik die Methodik an Hausarztpraxen weitergegeben.