Kopfgrafik

Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen
Sie sind hier: Startseite / Kardiologie / Informationen für Zuweiser / Medizinische Schwerpunkte / Diagnose des offenen Foramen ovale

Diagnose des offenen Foramen ovale

Ein Foramen ovale wird im Allgemeinen mittels transoesophagialer Kontrastechokardiographie (Schluckecho mit Kontrastmittelinjektion) nachgewiesen. Die Sensitivität (Empfindlichkeit) der transthorakalen Kontrastechokardiographie ist geringer, weil in den meisten Fällen der direkte Übertritt von Bläschen durch das Vorhofseptum nicht nachgewiesen werden kann. In manchen Fällen gelangen auch Bläschen nach Passage der Lungenstrombahn in den linken Vorhof. Im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass Bläschen, die mehr als 5 Herzzyklen nach Prallfüllung des rechten Vorhofes mit Kontrastmittel im linken Vorhof erscheinen, dorthin nach Passage der Lungenstrombahn gelangt sind. In manchen sehr seltenen Fällen kann auch eine pulmonale AV-Fistel Ursache eines Rechts-Linksshunts sein. Sowohl ein offenes Foramen ovale, als auch eine pulmonale AV-Fistel können durch den Nachweis von HITS (High Intensity Transient Signals) bei der transkraniellen Doppleruntersuchung nachgewiesen werden. Das Verfahren ist das bei weitem sensitivste (empfindlichste) für den Nachweis eines Rechts-Linksshunts, aber es ist nicht so spezifisch wie die Kontrast-TEE-Untersuchung. Mit ähnlich hoher Sensitivität und Spezifität (Genauigkeit) ist ein Foramen ovale mit Hilfe der Kardio-MRT-Untersuchung nachzuweisen.


Zur Übersicht Interventioneller Verschluss von Vorhofseptumdefekten