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Postinterventionelle Behandlung und Verlaufskontrolle
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Postinterventionelle Behandlung und Verlaufskontrolle

Gewöhnlich können alle Patienten am Folgetag entlassen werden, sofern keine Gefäßprobleme in der Leiste vorliegen. Am Tag nach der Untersuchung sowie nach drei Monaten wird die Position des Schirmchens mittels konventioneller Durchleuchtung in zwei Ebenen und transthorakaler Echokardiographie kontrolliert. Zur Prophylaxe thrombembolischer Ereignisse nach Implantation des Okkluders werden die Patienten drei Monate mit 75 mg Clopidogrel und zusätzlich für zwölf Monate mit 100 mg Aspirin behandelt. Bei fieberhaften Infekten und entsprechender Exposition wird für zwölf Monate eine Endokarditisprophylaxe empfohlen.

Nach sechs Monaten erfolgt eine Kontrolle mittels transoesophagealer Kontrastechokardiographie. Hier ist gelegentlich bei guter Schallqualität eine vollständige Endothelialisierung des Device zu erkennen. Eine ambulante Verlaufskontrolle mit transthorakalem Echo schließt sich nach einem Jahr sowie nach zwei Jahren an.


Langzeit-Ergebnisse (nach Studie Prof. Dr. Schräder, Cardioangiologisches Centrum Bethanien)

vgl. auch: La Rosee K, Krause D, Becker M, Beuckelmann DJ, Deutsch HJ, Hopp HW. (Transcatheter closure of atrial septal defects in adults. Practicality and safety of four different closure systems used in 102 patients)
Dtsch Med Wochenschr. 2001 Sep 21;126(38):1030-6. German.


Klinische Ergebnisse nach interventionellem PFO-Verschluss

457 Patienten im Alter von 17 bis 80 Jahren ( im Mittel 48,8 Jahre) wurden eingeschlossen. 37% der Patienten hatten zusätzlich ein Vorhofseptumaneurysma. Vor dem PFO-Verschluss hatten sie insgesamt 703 embolische Ereignisse durchgemacht (65% Apoplex, 30% TIA, 5% periphere Embolie). Die Inzidenz betrug 3,2% pro Jahr (703 Ereignisse in 22296 Patientenjahren), 2,1% pro Jahr für Apoplex und 1,1% pro Jahr für TIA und periphere Embolie.

Intervention: Über 90% der Patienten blieben weniger als 48 Stunden im Krankenhaus. Der Eingriff verlief bei allen Patienten erfolgreich (mit dem ersten Versuch bei 343 Patienten, mit einem zweiten Schirmchen bei elf Patienten und im Rahmen einer Zweitintervention bei drei Patienten). Es traten keine gravierenden Komplikationen während des Eingriffes auf (keine neurologischen Ausfälle, keine Perforationen, keine Herzinfarkte, keine notfallmäßigen Operationen).

Langzeitverlauf: Gesamte Nachbeobachtungszeit 743 Patientenjahre, mittleres Intervall 19,6 Monate (Bereich 0,5 bis 9,5 Jahre). Keine Information über 43 Patienten, 277 von 381 Patienten haben ihre 6-Monats-Untersuchung komplett durchführen lassen (Röntgen-Thorax und TEE). Restshuntrate nach sechs Monaten 36 von 277 Patienten (13%), nach zwölf Monaten sieben von 111 Patienten 6,3%).

Verschlossenes PFO
 


 


 


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