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Technik des interventionellen PFO-Verschlusses
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Technik des interventionellen PFO-Verschlusses

Unter echokardiographischer Kontrolle (TEE) sowie mit Hilfe der Ballonmessung des offenen Foramen ovale (Seizing) wird während einer Herzkatheteruntersuchung der Verschluss vorgenommen. Die Prozedur selber dauert etwa 20 bis 30 Minuten und macht insgesamt einen Krankenhausaufenthalt von 18 bis 36 Stunden (einschließlich der Kontrolluntersuchungen am Tag 1) erforderlich. Die einzelnen Schritte der Prozedur sind für die meisten Implantate, die gegenwärtig verwendet werden, identisch (Amplatzer, Cardia-PFO-Star, Helex).

Vor der Untersuchung werden Aspirin (100 mg) und Clopidogrel (300 mg) verabreicht. Aus unserer Sicht ist eine Endokarditisprophylaxe periinterventionell nicht zwingend erforderlich. Nach der Platzierung der Einführungsschleuse in der rechten Vena femoralis werden die Patienten mit Heparin antikoaguliert.

Katheterisierung

Mittels Multipurpose-Katheter wird die Fossa ovalis angiographisch dargestellt. Damit wird die Anatomie des Septum primum und des Septum secundum sowie die Länge und Ausrichtung des PFO-Kanals visualisiert. Nach Passage des Septums wird mit dem Katheter die linke obere Lungenvene sondiert und die Position mittels Kontrastmittelinjektion überprüft. Danach wird der Multipurpose-Katheter mittels Draht gegen eine acht bis elf French dicke Schleuse ausgetauscht.

Das ausgewählte Okklusionssystem wird dann durch die transseptale Schleuse unter Durchleuchtung sowie echokardiographischer Kontrolle vorgeschoben. Der linksatriale Teil des Schirmchens wird dann geöffnet und zusammen mit dem Einführungssystem und der Schleuse gegen das Septum gezogen. Dabei kann man einen elastischen Widerstand mit pulssynchronen Bewegungen des Okkluders feststellen. Unter vorsichtigem, konstantem Zug am Einführungssystem wird die Einführungsschleuse dann in den rechten Vorhof zurückgezogen, bis sich der proximale (rechtsatriale) Anteil des Okkluders öffnet.

Die Position des Schirmchens wird vor Lösen des Haltemechanismus mittels Kontrastmittelinjektion und angiographisch überprüft. Erst bei absolut korrekter Lage wird das Schirmchen freigelassen.


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